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Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 13 b-Moll op. 113 »Baby Jar« /// Mittwoch, 09. November 2011, 19.30 Uhr

Mittwoch, 09. November 2011, 19.30 Uhr
Konzerthalle
Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 13 b-Moll op. 113 »Baby Jar«

Männerchor der Singakademie Frankfurt (Oder)Rainer Scheerer,Bass
Howard Griffiths, Dirigent

Eintritt frei

GMD Howard Griffiths
Musikalische und zeichnerische Grabdenkmäler
Zinovii Tolkatchev war fast 42 Jahre alt, als er 1945 als Soldat der Roten Armee an der Befreiung von Majdanek und Auschwitz teilnahm. Die Bilder, in denen er das Gesehene und Erlebte auf Papier festhielt, sind beeindruckender als manche Fotografie und wurden bald nach Kriegsende mehrfach in Polen ausgestellt. Tolkatchevs Kinder vermachte sie der Forschungs- und Gedenkstätte Yad Vashem Jerusalem, die sie für eine Wanderausstellung im Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges aufbereitete. Sie wurde bereits weltweit gezeigt. In Frankfurt wird sie nun zu den »Tagen der Erinnerung« um den 9. November gezeigt. Im zivilen Leben war Zinovii Tolkatchev Professor an der Kunsthochschule in Kiew, bis er Sommer 1941 zum Militär einberufen wurde und die Rote Armee als offizieller Künstler begleitete. Er entging damit einem Massaker, das am 29. und 30. September 1941 in der auf dem Stadtgebiet von Kiew gelegenen Schlucht von Baby Jar stattfand. Bei dieser größten einzelnen Mordaktion der deutschen Wehrmacht vor dem fabrikmäßig betriebenen Massenmord der Nazis durch Gas wurden 33771 Juden erschossen. Bis zur Befreiung Kiews am 5. November 1943 durch die Rote Armee blieb die Schlucht Schauplatz weiterer Massaker. In Baby Jar wurden bis dahin mehr als 200.000 Russen, Ukrainer, Weißrussen und weitere Juden ermordet. Diesen Opfern und setzte Dmitri Schostakowitsch in seiner 1961/62 entstandenen 13. Sinfonie auf Gedichte von Jewgenij Jewtuschenko ein erschütterndes und zugleich hoffnungsvolles musikalisches Denkmal.
http://www.bsof.de/?s=4&j=2011&m=11&id=271

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